Geschäfts­füh­rer-Alters­vor­sor­ge mit betrieb­li­cher Alters­vor­sor­ge (bAV): So sicherst du dir heu­te dei­nen unter­neh­me­ri­schen Ver­mö­gens­auf­bau

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Lese­zeit: 14 Minu­ten

Das Wich­tigs­te in Kür­ze

Als beherr­schen­der Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer (GGF) kannst du mit einer betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge für Geschäfts­füh­rer gezielt Ver­mö­gen auf­bau­en – steu­er­lich opti­miertinsol­venz­ge­schützt und sogar bilanz­neu­tral.

Beson­ders span­nend: Unter­stüt­zungs­kas­se und Direkt­zu­sa­ge – ohne Bei­trags­gren­zen, mit hoher Fle­xi­bi­li­tät und Ren­di­te­chan­cen z. B. durch ETFs.

Du steu­erst alles selbst: Bei­trags­hö­he, Lauf­zeit, Kapi­tal­an­la­ge. Ob rück­ge­decktout­sour­ced oder stra­te­gisch in dein Unter­neh­men inte­griert.

Wich­tig: Als beherr­schen­der GGF hast du kei­nen Anspruch auf bAV – die Gestal­tung ist frei, aber kom­plex.

Rich­tig umge­setzt sparst du Steu­ern und sicherst dir eine star­ke, unter­neh­me­ri­sche Alters­vor­sor­ge.

Wer gilt als GGF – und was bedeu­tet das für dei­ne Alters­vor­sor­ge?

Nicht jeder Geschäfts­füh­rer ist gleich – ent­schei­dend ist, ob du beherr­schen­der Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer (bGGF) bist.

Kurz erklärt:

  • bGGF: Über 50 % Antei­le oder Sperr­mi­no­ri­tät = vol­le Kon­trol­le
  • Nicht-bGGF: Geschäfts­füh­rer ohne beherr­schen­den Ein­fluss

Fol­gen für die betri­be­l­i­che Alters­vor­sor­ge:

  • Als nicht-bGGF hast du Anspruch auf klas­si­sche bAV nach BetrAVG.
  • Als bGGF gilt: kein Anspruch – aber vol­le Gestal­tungs­frei­heit.

Wich­tig: Damit dei­ne betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge steu­er­lich aner­kannt wird, brauchst du:

  • Einen wirk­sa­men Anstel­lungs­ver­trag
  • Eine schrift­li­che Ver­sor­gungs­zu­sa­ge
  • Eine sau­be­re Rück­de­ckungs­stra­te­gie

Fazit: Die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge für beherr­schen­de Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer muss sit­zen wie ein Maß­an­zug – indi­vi­du­ell, steu­er­lich opti­miert und rechts­si­cher. Nur wenn alles sau­ber umge­setzt ist, wird sie zur stärks­ten Säu­le dei­ner Ver­mö­gens­stra­te­gie.

Die fünf Durch­füh­rungs­we­ge der betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge für GGF – ein­fach erklärt

Die bei­den Favo­ri­ten unter den Durch­füh­rungs­we­gen der Geschäfts­füh­rer-Alters­vor­sor­ge hei­ßen: Unter­stüt­zungs­kas­se und Direkt­zu­sa­ge. Bei­de sind ide­al für steu­er­lich opti­mier­te Rück­de­ckun­gen und erlau­ben ech­ten Ver­mö­gens­auf­bau mit ETF-Fonds.

Für GGF geeig­net?Vor­tei­leNach­tei­le
Direkt­ver­si­che­rungEin­ge­schränktEin­fach, aner­kannt, steu­er­lich för­der­barBei­trags­gren­ze, wenig Fle­xi­bi­li­tät
Pen­si­ons­kas­seEin­ge­schränktArbeit­ge­ber­fi­nan­ziert, sozi­al­ver­si­che­rungs­freiRen­ten stark gede­ckelt
Pen­si­ons­fondsMög­lichRen­di­te­chan­cen, hohe Bei­trä­ge mög­lichKapi­tal­markt­ri­si­ko, kom­plex
Unter­stüt­zungs­kas­seOpti­malHohe Bei­trä­ge, steu­er­frei, ohne Sozi­al­ab­ga­benRück­de­ckung nötig, Bera­tung Pflicht
Direkt­zu­sa­ge (Pen­si­ons­zu­sa­ge)Opti­malUnbe­grenzt, steu­er­lich maxi­mal effi­zi­ent, fle­xi­belInsol­venz­si­che­rung erfor­der­lich

Unter­stüt­zungs­kas­se & Direkt­zu­sa­ge: Die GGF-Lieb­lin­ge

Unter­stüt­zungs­kas­se (U‑Kasse):

  • Bei­trä­ge sind Betriebs­aus­ga­ben
  • Kei­ne Lohn­steu­erkei­ne Sozi­al­ab­ga­ben
  • Kei­ne Begren­zung der Bei­trags­hö­he
  • Finan­zie­rung über Rück­de­ckungs­ver­si­che­rung oder Kapi­tal­markt
  • Ide­al für Zusa­gen über 3.504 € jähr­lich hin­aus

Direkt­zu­sa­ge:

  • GmbH erteilt schrift­li­che Ver­sor­gungs­zu­sa­ge
  • Du erhältst spä­ter eine Pen­si­on direkt von der GmbH
  • Rück­de­ckung über Ver­si­che­rung oder Fonds mög­lich
  • Du steu­erst alles selbst: Bei­trä­ge, Lauf­zeit, Kapi­tal­ver­wen­dung

Unser Tipp: Kom­bi­nie­re Direkt­zu­sa­ge mit ETF-Invest­ment und Out­sour­cing in ein Con­trac­tu­al Trust Arran­ge­ment (CTA).

Steu­er­li­che Vor­tei­le: So wird dei­ne GmbH zur Spar­ma­schi­ne

Die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge für Geschäfts­füh­rer ist mehr als nur Alters­vor­sor­ge – sie ist ein intel­li­gen­tes Liqui­di­täts­ma­nage­ment-Tool und eine steu­er­op­ti­mier­te Inves­ti­ti­on ins eige­ne Ver­sor­gungs­ver­mö­gen.

So funktioniert´s:

Die Mit­tel blei­ben im Unter­neh­men gebun­den (Liqui­di­täts­vor­teil)

  1. Bei­trä­ge zur U‑Kasse oder Direkt­zu­sa­ge sind Betriebs­aus­ga­ben
  2. Sie min­dern den zu ver­steu­ern­den Gewinn der GmbH
  3. Die Mit­tel blei­ben im Unter­neh­men gebun­den (Liqui­di­täts­vor­teil)

Bei­spiel: Dei­ne GmbH zahlt dir eine U‑Kas­se-Zusa­ge über 2.000 €/Monat:

Pri­vat­lö­sungbAV via U‑Kasse
Brut­to­be­zug: 3.500 €Bei­trag aus GmbH: 2.000 €
Steu­er + SV: ‑1.500 €0 €
Net­to für Alters­vor­sor­ge: 2.000 €2.000 €
Steu­er­erspar­nis GmbH: 0 €ca. 600 €/Monat

Ergeb­nis: Bei glei­chem Ver­sor­gungs­bei­trag spart dei­ne GmbH 900 € im Monat – das sind über 10.000 € jähr­lich!

Und das Bes­te: Dein Alters­vor­sor­ge­ka­pi­tal arbei­tet in der Zwi­schen­zeit wei­ter – zum Bei­spiel in ETF-Fonds mit 6–8 % Ren­di­te p.a. Bit­te berück­sich­ti­ge auch die Kos­ten bei den Ver­trä­gen.

Rück­de­ckung, Insol­venz­si­che­rung & Ver­pfän­dung

Rück­de­ckung ist das Rück­grat dei­ner betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge als Geschäfts­füh­rer. Sie ent­schei­det, ob dein Ver­mö­gens­auf­bau im Ernst­fall geschützt ist – z. B. bei Insol­venz der GmbH.

Was ist Rück­de­ckung?
Dei­ne GmbH legt Kapi­tal zurück – klas­sisch über:

  • Lebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rung
  • Fonds (z. B. ETF-Depot)
  • CTA (Treu­hand­mo­dell zur Bilanz­ent­las­tung)

Wich­tig für GGF: Du bist nicht über den PSVaG geschützt.
Lösung: Ver­pfän­dung der Rück­de­ckung an dich – so sicherst du dir Zugriff auf das Kapi­tal, auch wenn die GmbH insol­vent wird.

CTA – der Bilanz­trick:
Ein Con­trac­tu­al Trust Arran­ge­ment ver­wal­tet die bAV-Rück­la­gen außer­halb der GmbH-Bilanz – sorgt für Sicher­heit und Fle­xi­bi­li­tät.Ein pro­fes­sio­nell auf­ge­setz­tes CTA gilt heu­te als „Königs­klas­se“ der Alters­vor­sor­ge-Gestal­tung für Unter­neh­mer.

Die größ­ten Feh­ler in der GGF-Alters­vor­sor­ge

Feh­ler 1: Kei­ne ver­trag­li­che Zusa­ge

Ohne schrift­li­che Ver­ein­ba­rung ist die bAV steu­er­lich unwirk­sam. Es braucht einen rechts­wirk­sa­men Anstel­lungs­ver­trag inkl. Pen­si­ons­zu­sa­ge.

Feh­ler 2: Rück­de­ckung nicht ver­pfän­det

Wenn dei­ne GmbH plei­te­geht und du kei­ne Ver­pfän­dung hast, ver­lierst du unter Umstän­den dein kom­plet­tes Ver­sor­gungs­ka­pi­tal.

Feh­ler 3: Fal­scher Durch­füh­rungs­weg

Vie­le GGF lan­den bei Direkt­ver­si­che­run­gen mit zu nied­ri­gen Bei­trä­gen. Dabei wären U‑Kasse oder Direkt­zu­sa­ge viel lukra­ti­ver – steu­er­lich und ren­di­te­sei­tig.

Feh­ler 4: Ver­si­che­rungs­pro­duk­te mit hohen Kos­ten

Hohe Abschluss­kos­ten, gerin­ge Garan­tien und nied­ri­ge Fle­xi­bi­li­tät – vie­le Poli­cen sind über­teu­ert. Alter­na­ti­ve: ETF-Depot mit Rück­de­ckung.

Feh­ler 5: Kei­ne regel­mä­ßi­ge Über­prü­fung

Ein­mal ein­ge­rich­tet, jah­re­lang ver­ges­sen? Schlech­te Idee! Eine gute bAV braucht Pfle­ge: Per­for­mance prü­fen, recht­li­che Ent­wick­lung beob­ach­ten, ggf. anpas­sen.

Tipp: Mit pro­fes­sio­nel­ler Beglei­tung ver­mei­dest du die­se Stol­per­stei­ne – und machst dei­ne bAV zu dei­ner attrak­ti­ven Inves­ti­ti­on bzw. Alters­vor­sor­ge.

Rechen­bei­spie­le: Was bringt dir das kon­kret?

Ob klas­si­sche Direkt­ver­si­che­rung oder moder­ne ETF-basier­te Rück­de­ckung – der Unter­schied bei Ren­di­te und Liqui­di­tät ist enorm.

Bei­spiel 1: Klas­si­sche Direkt­ver­si­che­rung vs. ETF-basier­te fonds­ge­bun­de­ne Rück­de­ckung

Kate­go­rieDirekt­ver­si­che­rung mit Garan­tie­zinsfonds­ge­bun­de­ne Rück­de­ckung mit ETFs (z. B. über U‑Kasse)
Monats­bei­trag der GmbH250 €250 €
Kapi­tal­an­la­geklas­sisch, Zins garan­tiertETFs in Ver­si­che­rungs­man­tel – ren­di­te­stark (z. B. MSCI World)
Ren­di­te (25 Jah­re)ca. 2 % p.a.: rund 105.000 €ca. 5–6 % p.a.: rund 150.000–165.000 €
Fle­xi­bi­li­tät Anspar­pha­segering (star­re Bei­trä­ge, kaum Zuzah­lun­gen)deut­lich höher (Zuzah­lun­gen, Pau­sen, Umschich­tun­gen mög­lich)
Fle­xi­bi­li­tät Aus­zah­lungs­pha­seVer­ren­tungVer­ren­tung, steu­er­op­ti­mier­te Teil­aus­zah­lung oder gesam­te Kapi­ta­li­sie­rung mög­lich
Steu­er­erspar­nis Anspar­pha­se GmbH p.a.ca. 900 €ca. 900 €
Steu­er­last Aus­zah­lungs­pha­seper­sön­li­cher Steu­er­satzper­sön­li­cher Steu­er­satz

Bei­spiel 2: Unter­stüt­zungs­kas­se mit Rück­de­ckung

Bei der Unter­stüt­zungs­kas­se kannst du spa­ren, so viel du willst – kei­ne Bei­trags­gren­zen, kei­ne Sozi­al­ab­ga­ben, vol­le Fle­xi­bi­li­tät. Klar: Die Höhe soll­te immer mit dem Steu­er­be­ra­ter abge­stimmt sein – aber nach oben ist alles offen. Im fol­gen­den Bei­spiel legt ein Geschäfts­füh­rer legt monat­lich 3.000 € über sei­ne GmbH in eine U‑Kasse ein. Die Rück­de­ckung erfolgt ETF-basiert mit 6 % Ren­di­te.

  • Lauf­zeit: 20 Jah­re
  • Gesamt­bei­trag: 720.000 €
  • Erwar­te­tes Kapi­tal (brut­to): ca. 1,2 Mio. €
  • Steu­er­erspar­nis GmbH: ca. 250.000 € in 20 Jah­ren

Und das Bes­te: Das Kapi­tal steht spä­ter nicht nur für die Ren­te zur Ver­fü­gung, son­dern kann auch fle­xi­bel ent­nom­men oder über­tra­gen wer­den (z. B. auf die Fami­lie).

Recht & Sta­tus: Was als GGF recht­lich gilt

Geset­zes­la­ge im Über­blick:

  • BetrAVG: Für klas­si­sche Arbeit­neh­mer. GGF unter­lie­gen die­sem Gesetz nicht auto­ma­tisch.
  • EStG §4d / §6a: Regelt die steu­er­li­che Behand­lung von U‑Kassen und Direkt­zu­sa­gen.
  • BMF-Schrei­ben: Die­nen als Aus­le­gungs­leit­li­ni­en für Finanz­äm­ter – wich­tig für Ver­trags­ge­stal­tung und steu­er­li­che Aner­ken­nung.

Sta­tus­fest­stel­lung wich­tig!

Die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung kann prü­fen, ob du sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig bist oder nicht. Bei beherr­schen­den GGF ist das meist klar – aber bei Min­der­heits­ge­sell­schaf­tern nicht immer.

Ein fal­scher Sta­tus führt zu:

  • Nach­zah­lun­gen bei Sozi­al­ver­si­che­run­gen
  • Aberken­nung steu­er­li­cher Vor­tei­le
  • Rechts­un­si­cher­heit bei Aus­zah­lung

Tipp: Lass dei­nen Sta­tus regel­mä­ßig prü­fen – gemein­sam mit dei­nem Steu­er­be­ra­ter oder Fach­be­ra­ter.

Liqui­di­täts­ma­nage­ment durch bAV

Eine gut auf­ge­setz­te bAV hilft nicht nur bei der Alters­vor­sor­ge – sie ist auch ein Instru­ment zur Liqui­di­täts­steue­rung dei­ner GmbH.

Vor­tei­le:

  • Bei­trä­ge sind Betriebs­aus­ga­ben = weni­ger Steu­er­last = mehr Liqui­di­tät
  • Kein sofor­ti­ger Geld­ab­fluss an den Geschäfts­füh­rer
  • Rück­de­ckung kann lang­fris­tig geplant wer­den
  • Fle­xi­bi­li­tät bei Zuzah­lun­gen, Pau­sen oder Ent­nah­men

Gera­de in guten Jah­ren kannst du Son­der­zah­lun­gen in die bAV leis­ten – das senkt den Gewinn und spart Steu­ern. In mage­ren Jah­ren kannst du pau­sie­ren, ohne Ver­trä­ge zu kün­di­gen.

Fazit: bAV ist ein Werk­zeug zur Unter­neh­mens­steue­rung – wenn du es cle­ver nutzt.

Exit-Stra­te­gien: bAV beim GmbH-Ver­kauf oder Aus­stieg

Was pas­siert mit dei­ner Alters­vor­sor­ge, wenn du dei­ne GmbH ver­kaufst, auf­löst oder selbst aus­steigst?

Sze­na­rio 1: GmbH-Ver­kauf

Wenn du dein Unter­neh­men ver­kaufst, kann die Pen­si­ons­zu­sa­ge mit­über­tra­gen wer­den – oder du ver­ein­barst eine Abfin­dung dei­ner Anwart­schaft. Wich­tig: früh­zei­tig steu­er­li­che Gestal­tung klä­ren!

Sze­na­rio 2: Auf­lö­sung der GmbH

In die­sem Fall muss die GmbH ihre Ver­sor­gungs­ver­pflich­tung erfül­len oder über­tra­gen. Bei rück­ge­deck­ten Zusa­gen (z. B. durch ver­pfän­de­te Ver­si­che­rung) ist das ein­fa­cher zu lösen.

Sze­na­rio 3: Du steigst aus, bleibst aber betei­ligt

Dann brauchst du eine neue Zusa­ge oder eine Umwand­lung, z. B. in eine Pri­vat­ver­sor­gung. Steu­er­be­ra­ter­pflicht!

Fazit: Eine gut doku­men­tier­te bAV mit sau­be­rer Rück­de­ckung schafft hier Ver­hand­lungs­spiel­raum und Sicher­heit.

Frau­en in der GGF-Vor­sor­ge: Chan­cen & Beson­der­hei­ten

Immer mehr Frau­en über­neh­men Füh­rungs­po­si­tio­nen in GmbHs – und vie­le sind auch Gesell­schaf­te­rin­nen. Die bAV ist dabei ein star­kes Werk­zeug, um Ver­mö­gen auf­zu­bau­en, das nicht vom Ehe­part­ner, von der gesetz­li­chen Ren­te oder vom Unter­neh­mens­er­folg abhän­gig ist.

Beson­der­hei­ten für Geschäfts­füh­re­rin­nen:

  • Teil­zeit­pha­sen oder Fami­li­en­aus­zei­ten kön­nen über fle­xi­ble Bei­trags­mo­del­le berück­sich­tigt wer­den
  • Absi­che­rung bei Berufs­un­fä­hig­keit kann direkt inte­griert wer­den
  • Wit­wen­ver­sor­gung / Part­ner­ab­si­che­rung beson­ders rele­vant in Ver­sor­gungs­zu­sa­ge

Frau­en leben sta­tis­tisch län­ger – und haben daher höhe­re Ansprü­che an nach­hal­ti­ge, infla­ti­ons­ge­schütz­te Ver­sor­gung. Genau hier punk­ten ETF-basier­te Rück­de­ckun­gen.

Ver­gleich: Pri­va­te Ren­te vs. bAV

Vie­le Geschäfts­füh­rer fra­gen sich: „War­um nicht ein­fach pri­vat vor­sor­gen?“ Die Ant­wort lie­fert die­ser direk­te Ver­gleich:

Merk­malPri­va­te Ren­tebAV über GmbH
Bei­tragaus ver­steu­er­tem Net­to­ein­kom­menaus dem Betriebs­ver­mö­gen
Steu­er­lastbis zu 50 %kei­ne Lohn­steu­er / SV
Liqui­di­täts­wir­kungmin­dert pri­va­te Mit­telredu­ziert GmbH-Steu­er­last
Kapi­tal­an­la­ge frei wähl­barje nach Pro­dukt­wahl100 % fle­xi­bel (ETF, Fonds, etc.)
Bilanz­wir­kungkei­neposi­tiv steu­er­lich (bei Rück­stel­lung)
Fle­xi­bi­li­tät bei Ent­nah­meje nach Pro­dukt­wahlmit Pla­nung fle­xi­bel mög­lich

Fazit: Die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge ist deut­lich effi­zi­en­ter, steu­er­lich attrak­ti­ver und unter­neh­me­risch sinn­vol­ler als jede pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung.

Check­lis­te: Dei­ne 10 Schrit­te zur per­fek­ten Ver­sor­gung

Mit die­ser Check­lis­te kannst du Schritt für Schritt dei­ne per­fek­te bAV-Stra­te­gie auf­bau­en.

  1. Sta­tus klä­ren – Beherr­schen­der oder nicht-beherr­schen­der GGF?
  2. Zie­le defi­nie­ren – Kapi­tal­be­darf, Ren­ten­hö­he, Fle­xi­bi­li­tät
  3. Durch­füh­rungs­weg wäh­len – meist U‑Kasse oder Direkt­zu­sa­ge
  4. Kapi­tal­an­la­ge pla­nen – ETF, Fonds, Ver­si­che­rung?
  5. Ver­trag­lich sau­ber regeln – mit Anwalt & Bera­ter
  6. Rück­de­ckung orga­ni­sie­ren – inkl. Ver­pfän­dung oder CTA
  7. Bilanz­wir­kung prü­fen – mit Steu­er­be­ra­ter abstim­men
  8. Lau­fen­de Betreu­ung fest­le­gen – z. B. jähr­li­cher Check-up
  9. Mit­ar­bei­ter­lö­sun­gen prü­fen – viel­leicht auch für Schlüs­sel­kräf­te
  10. Jetzt star­ten! – denn Zeit ist Geld, vor allem bei Zin­ses­zins­ef­fekt

FAQ: Die häu­figs­ten Fra­gen zur Geschäfts­füh­rer-bAV

Kann ich als GGF auch Direkt­ver­si­che­rung nut­zen?
Ja – aber meist wenig sinn­voll, da Bei­trags­gren­zen nied­rig und steu­er­lich weni­ger attrak­tiv.

Was ist bes­ser: Unter­stüt­zungs­kas­se oder Direkt­zu­sa­ge?
Hängt von Ziel, Cash­flow und Risi­ko­nei­gung ab. Direkt­zu­sa­ge ist fle­xi­bler, U‑Kasse ein­fa­cher.

Muss ich Rück­de­ckun­gen immer ver­pfän­den?
Wenn du insol­venz­si­cher sein willst: Ja, unbe­dingt.

Was pas­siert bei vor­zei­ti­gem Aus­stieg oder Ver­kauf der GmbH?
Ver­sor­gung kann über­tra­gen, abge­fun­den oder neu gere­gelt wer­den – Bera­tung nötig.

Fazit: Geschäfts­füh­rer-Alters­vor­sor­ge mit Stra­te­gie – so baust du steu­er­frei und fle­xi­bel Ver­mö­gen auf

Die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge für Geschäfts­füh­rer ist kein „Nice-to-have“, son­dern ein ech­tes Power-Instru­ment – mit stra­te­gi­schem Mehr­wert für dich und dein Unter­neh­men.

  • Hohe Bei­trä­ge: Als GGF kannst du deut­lich mehr inves­tie­ren als ein Ange­stell­ter – oft der ein­zig sinn­vol­le Weg, Alters­ver­mö­gen auf­zu­bau­en.
  • Steu­er­lich attrak­tiv: Bei­trä­ge sind Betriebs­aus­ga­ben und sen­ken die Steu­er­last dei­ner GmbH.
  • Insol­venz­ge­schützt: Ver­pfän­dung oder Treu­hand sichern dei­ne Ver­sor­gung – auch im Kri­sen­fall.
  • Indi­vi­du­ell: Alles ist gestalt­bar – Bei­trags­hö­he, Lauf­zeit, Aus­zah­lung, Anla­ge­form.
  • Fle­xi­bel kom­bi­nier­bar: ETF-basiert, ver­si­chert oder bei­des – du hast die Wahl.
  • Bilanz­neu­tral: Rück­stel­lun­gen las­sen sich per CTA aus der Bilanz neh­men – ide­al für Wachs­tum und Ver­kauf.

Du baust dir mit dei­ner GmbH ein eige­nes, siche­res Ver­sor­gungs­werk – steu­er­frei, insol­venz­ge­schützt und ren­di­te­stark. Und das Bes­te: Du nutzt dafür nicht dein Pri­vat­ver­mö­gen, son­dern die Kraft dei­nes Unter­neh­mens.

Doch Ach­tung: Die­ses Modell ist kein Selbst­läu­fer. Wer unbe­darft oder mit Stan­dard­lö­sun­gen arbei­tet, ris­kiert hohe Ver­lus­te oder spä­te­re Steu­er­fal­len. Mit dem rich­ti­gen Bera­ter und einem klu­gen Kon­zept wird dei­ne bAV dage­gen zur stärks­ten Säu­le dei­ner Alters­vor­sor­ge.

Jetzt ist der bes­te Zeit­punkt, zu star­ten – für dich, dei­ne Zukunft und dein Ver­mö­gen.

  • Kontakt

  • Jehona Ahmeti
    Handelsvertretung für Valuniq AG

  • Telefon: +49 9191 3518 112
    E‑Mail: jehona.ahmeti@valuniq.de